Tipps/Tricks für Tierhalter
Auf dieser Seite finden Sie Ratschläge, Tipps und Informationen die Ihnen das Leben als
verantwortungsbewußter Tierhalter erleichten sollen. Auch hier gilt, dieses Seite lebt von Ihrer
Mithilfe.
Checkliste zur Tierhaltung
Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von
www.tierwaisen.de
Sind Sie sich ganz sicher und haben Sie sich das genau überlegt?
Die Entscheidung für ein Tier darf nie aus dem Bauch heraus gefällt werden.
Sie übernehmen die Verantwortung für das Wohlergehen eines Lebewesens, das von
Ihnen voll und ganz abhängig ist. Sind Sie sich bewusst, was das bedeutet? Sind
Sie sich bewusst, dass sie zum Lebensmittelpunkt Ihres Tiers werden und dass Sie
ihm viel Zeit und Zuwendung schulden?
Ist Ihnen klar, wie viel Arbeit ein Tier macht?
Das einzige Tier, das garantiert völlig pflegeleicht ist und niemals für Unordnung
sorgt, ist ein Stofftier! Ein lebendes Wesen wird immer auch mal etwas kaputt oder
schmutzig machen. Sind Sie bereit, ein Häufchen auf dem Teppich oder Erbrochenes
mit gelassener Ruhe zu entfernen, über zerbissene Schuhe oder zerkratzte Tapeten
hinwegzusehen oder die Haare auf dem Sofa zu ertragen? Ein Tier bleibt immer ein
Tier und kann sich nicht nicht gegen seine Natur an Ihre Vorstellungen anpassen.
Die Dame, die eine Katze zurück ins Tierheim brachte, weil die Katze ihr nicht
"gehorchte" und doch tatsächlich so "unverschämt" war, immer wieder auf Sofa und
Sessel zu springen, hätte sich besser ein Plüschtier angeschafft. Sie müssen sich
an die Eigenarten Ihres Tieres anpassen, nicht umgekehrt. Wenn Sie dazu nicht
bereit sind, bitte verzichten Sie auf ein Tier. Und um böse Überraschungen zu
vermeiden, erkundigen Sie sich bitte VOR der Anschaffung eines Tieres, was auf
Sie zukommen wird. Bücher mit den wichtigsten Informationen über Hunde, Katzen
und Kleintiere kosten z.B. nicht mal 10 Euro - ein winziger Bruchteil dessen,was
ohnehin an Kosten auf Sie zukommen wird, wenn Sie sich für ein Tier entscheiden.
Ist Ihnen klar, wie viel Kosten ein Tier verursacht?
Haben Sie schon einmal durchgerechnet, was es im Monat an Futter benötigt, oder
an Zubehör wie Leine, Körbchen, Katzenstreu? Wissen Sie, dass ein Tierarztbesuch
durchschnittlich zwischen 25 und 50 Euro kostet? Wissen Sie auch, dass sie Ihrem
Tier trotzdem einen regelmäßigen Tierarztbesuch, zur Vorbeugung (z.B. Impfungen)
und erst recht natürlich bei Krankheit, schuldig sind?
Ist Ihnen bewusst, wie alt ein Tier werden kann?
Ist Ihnen bewusst, dass ein Hund über 15 und eine Katze über 20 Jahre alt werden
kann, und dass das Tier während der letzten Lebensjahre ganz besonders viel Zuneigung
und unter Umständen auch teure Tierarztbesuche benötigt? Wenn Sie nicht bereit sind,
ein Tier mit allen Konsequenzen bis zur letzten Minute seines Lebens zu begleiten,
dann bitte seien Sie so fair und verzichten Sie darauf, zum Lebensmittelpunkt eines
hilflosen Tiers zu werden.
Was geschieht mit dem Tier, wenn Sie verreisen möchten?
Als einmal eine Familie, die ihren Hund auf dem Weg in den Urlaub aus dem fahrenden
Wagen warf, von Tierschützern angehalten und zur Rede gestellt wurde, sagte der
Familienvater verständnislos: "Was wollen Sie denn, wir haben uns das ganze Jahr
auf den Urlaub gefreut und den Hund können wir nun mal nicht mitnehmen. Wir sind
aber sehr tierliebe Menschen, wir werden aus Spanien wieder einen Welpen mitbringen."
Wenn Sie niemanden finden, der für Ihr Tier während Ihres Urlaubs sorgt, würden
Sie dann lieber auf den Urlaub verzichten als auf Ihr Tier?
Was geschieht mit dem Tier bei einem Wohnungswechsel?
Es gibt wohl kaum eine armseligere Begründung, ein Tier, das Sie über alles liebt
und Ihnen vertraut, wegzugeben, als die Worte: "Wir ziehen um und in der neuen
Wohnung sind Haustiere nicht erwünscht." Würden Sie auch Ihre Kinder in ein Heim
geben, weil in der neuen Wohnung keine Kinder erwünscht sind? Wenn Ihnen nun der
Satz auf der Zunge liegt, dass das doch wohl etwas völlig anderes wäre, dann bitte,
seinen Sie so fair und verzichten Sie auf ein eigenes Haustier.
Wenn Sie alle diese Fragen bedenkenlos abhaken können, steht dem Einzug des neuen
vierbeinigen Mitbewohners nichts mehr im Wege :-)
Auf diese Checkliste erhebt Tierwaisen kein Urheberrecht. Jeder der das möchte
darf sie kopieren und weiterverwenden - denn es handelt sich bei den aufgeführten
Punkten ohnehin nur um Dinge, die eigentlich absolut selbstverständlich sein sollten.
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Was man über die Kastration wissen sollte.
Kastration von Tieren ist auch heute noch die sicherste und vernünftigste Art der Geburtenkontrolle.
Ohne sie würde es noch mehr Hunde und unüberschaubare Anzahl von freilaufenden Katzen geben.
Deshalb ist es wichtig das jeder Tierhalter der nicht züchten will - und das wollen die wenigsten -
seine Tiere kastrieren lasst. Folgende Punkte sprechen sonst noch für eine Kastration.
- Die geschlechtsreifen Kater/Rüden markieren, für unsere Nasen ausgesprochen übelriechend,
Ihre Reviere. Kater werden darüber hinaus schnell zu Streunern. Sperrt man Sie dann ein,
werden sie (meist) unsauber!
- Katzen/Hündinnen werden in regelmässigen Abständen rollig. Können diese dann ihren Sexualtrieb
über eine lange Zeit nicht nachkommen, besteht die Gefahr der Dauerrolligkeit. Dies führt dann fast immer
zu einer Gebärmuttervereiterung bzw. Gebärmutterkrebs.
- Durch die Kastration werden die Tiere unfruchtbar gemacht. Das Markieren bzw. Rolligwerden
mit ihren unangenehmen Begleiterscheinungen entfallen dadurch bzw. entstehen bei jungen Tieren
erst garnicht.
- Hierbei werden die Keimdrüsen während einer Operation entfernt, das heißt bei der Hündin/Katze
die Eierstöcke, beim Ruden/Kater die Hoden.
- Diese Operation ist durch die modernen Nakosemittel ungefährlich, wenn dies von Tierarzt
durchgeführt wird. Bei Hündinnnen/Katzen sollte allerdings eine mehrtägige Ausheilungszeit
beachtet werden.
- Kastrierte Tiere sind anhänglicher, häuslicher, ausgeglichener und gesundheitlich stabiler.
Ihr Fell ist meist dicht und glänzend. Lediglich das Füttern verlangt mehr Fingerspitzengefühl,
damit sie nicht zu dick und damit faul werden.
- Eine Kastration sollte durchgeführt werden wenn die Tiere ausgewachsen sind bzw. die
Geschlechtsreife erreichen. Da dies von Rasse zu Rasse verschieden ist fragen Sie bitte Ihren
Tierarzt.
Deshalb lassen auch Sie - falls noch nicht passiert - Ihre Tiere kastrieren und leisten so einen Beitrag
das es nicht so viel ungewollten Hunde- und Katzennachwuchs gibt. Die Möglichkeit der Kastration besteht
übrigens auch für Näger wie Mäuse oder Ratten.
Wußen Sie übrigens das alle Hunde und Katzen in deutschen Tierheimen kastriert werden. Und nicht nur
das, Sie erhalten auch (zumeist) alle notwendigen Impfungen und werden in regelmäßigen Abständen entwurmt.
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