Nachdeckliches rund um den Tierschutz

Freiheit Urlaubsfreude Der Betrug Erinnerung
Wünsche... Jedes Tier... Tierheim Wie kann man nur...
Weihnachtsgeschenk Rollentausch

Freiheit
Es ist Nacht - ich bin wieder allein, und still wird's im Haus.
Dort ist ein Feuer angefacht, dort ruht mein Herr sich aus.
Er liegt im warmen Federbett, deckt bis ans Ohr sich zu,
und ich auf meinem Bett bewache seine Ruh.
Die Nacht ist kalt, ich schlafe nicht, ein Wind aus Norden weht kalt;
die Kälte ins Gebein mir kriecht, ich bin ja auch schon alt.
Die Hütte, die mein Herr versprach, erlebe ich bestimmt nicht mehr,
der Regen tropft durchs morsche Dach, Stroh gab's schon lang nicht mehr.
Der Hunger quält, mein Winseln aber niemand hört,
und wüßte mein Herr auch, was mir fehlt, er wird nicht gern gestört.
Die Nacht ist lang, zum zehnten Mal leck ich die Schüssel aus,
den Knochen, den ich jüngst versteckt, den grub ich längst schon aus.
Die Kette, die schon oft geflickt, sie reibt den Hals mir bloß.
Sie reicht nur noch ein kurzes Stück, und nie werd ich sie los.
Was Freiheit ist, das lernte ich nie, doch weiß ich, ich bin treu.
So lieg ich, warte auf den Tod, denn dieser macht mich frei.
(Verfasser unbekannt)

Urlaubsfreude
Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden und hast die Koffer gepackt. Du nahmst meine Leine - noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - was war ich im Glück! Wir fuhren im Wagen ein ganzes Stück, die Tür ging auf und Du hast einen Stockchen geworfen. Ich lief und lief, bis ich das Stöckchen gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte. Aber als ich zurückkam, warst Du nicht mehr da! In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen, um Dich zu finden, aber vergebens.

Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag. Ein fremder Mann kam, legte mir ein Halsband um und nahm mich mit. Schon fand ich mich in einem Käfig wieder und wartete dort auf Deine Rückkehr, aber Du bist nicht gekommen. Dann wurde der Käfig geöffnet. Nein Du warst es nicht - es war der Mann, der mich gefunden hat. Er brachte mich in einen Raum - er roch nach Tod! Meine letzten Stunden waren gekommen.

Herrchen, ich will dass Du weißt, dass ich mich trotz des Leidens, das Du mir angetan hast, noch stets an Dein Bild erinnere und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkomme könnte - ich würde auf Dich zulaufen, denn ich habe Dich geliebt!
(aus einer belgischen Zeitung, mit der Bitte um Verbreitung)

Der Betrug
�Man hat mich gesehen und kaufte mich prompt, denn ich bin ein Hund, der vom Züchter kommt. Und wird es nicht allenthalben empfohlen, man soll gute Hunde beim Züchter holen? Und alle Erwartungen trafen ein: Ich bin hübsch, lieb und kann auch folgsam sein.�

�Mich hat man am Strand draußen aufgelesen, da bin ich seit Monaten schon gewesen. Man hat mich getreten, es gab nichts zu fressen, dann stieß man mich weg und hat mich vergessen. Bin alt nun und krank, mein Herz tut mir weh. Hab� nur gelernt, dass ich gar nichts versteh�.�

�Ich wurde in einer Tonne geboren, meine Finder gaben mich schon verloren. Meine rechtes Ohr hängt, das linke blieb stehen, und auf einem Auge kann ich nicht sehen. Ich liebe die Menschen und weiß nicht warum. Sie finden mich hässlich, mickrig und dumm.�

�Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt. Man pflegte mich gut in der großen Stadt. Sie haben mich sogar angezogen, operiert und die Ohren hochgebogen. Dann wurde ich an einen Baum gebunden, dort hat mich nach Tagen erst jemand gefunden.�

Und du? Wer bist du? Hast noch nicht gesprochen. Hast bis jetzt nur mit der Nase am Gitter gerochen. Wenn sie kommen um einen auszusuchen verschmähst du all� ihre Hundekuchen. Siehst niemanden an und willst dich nicht binden. Möchtest du den keine neue Familie finden?

Eine Pause tritt ein. Niemand sagt ein Wort. Der Blick des Gefragten driftet weit fort. Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft, der Körper ist mager und doch voller Kraft. Dann dreht er sich um, sein Schwanz fächelt leicht den Wind, der von Norden herüberstreicht. Der Blick seiner blauen Huskyaugen scheint sich am Fragenden festzusaugen.

�Versteht Ihr nicht�, flüstert er in den Wind, �dass wir nur eine Laune der Menschen sind? Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen und wissen doch nicht wohin mit uns allen. In dieser Sekunde sind wir schon verloren, denn es werden tausend Welpen geboren. Wir sind viel zu viele, das ist der Betrug, denn Menschen bekommen niemals genug. Sie wissen es alle, doch die endlose Flut immer neuer Tiere gefällt ihnen gut. Die endlosen Züge der Überschussfracht sind im Tierheim ja wunderbar untergebracht.�

Sanft hebt er die Schnauze, setzt an zum Gesang. Ein klagender Ton zieht die Gitter entlang. Eine Türe schlägt zu, und dann schweigt er still, weil das, was er weiß, niemand wissen will. Er legt sich nieder, bettet ruhig sein Haupt. 

Oh ja, es sind viele! Viel mehr, als man glaubt...
(Verfasser unbekannt)

Erinnerung
Vor ein paar Monaten mußte ich Dich erlössen, Deine Erkrankung war einfach zu schlimm. Nichts, darnichts konnte ich noch für Dich tun! Ich hoffe Du kannst mir verzeihen. Über 10 Jahre gingen wir gemeinsam durch dick und dünn, wir spielt und schmusten zusammen, Du hast auf mich gewartet wenn ich einmal nicht da war, Du warst es auch der mich aufgemundert hat, wenn ich traurig war.

Ich dachte dies geht immer so weiter. Doch dann deine Nieren versagen! Plötzlich warst Du nicht mehr da! Umheimliche Leere in meiner Wohnung, in meinen Kopf, in meinen Leben. Wie sollte es nur weitergehen ohne Dich! Du fehltest mir so. Dein Gang, Deine Blicke, Deine Neugier, Deine Begrüßungen wenn ich kam oder aufstand - einfach alles fehlte mir. Tiefste Trauer!

Nie wieder wollte ich das Erleben! Doch ich konnte nicht - schlaflose Nächte - Du in meinen Träumen! Fast war es so als wolltest du mich drängen mir wieder eine neue Katze anzuschaffen. Aber nicht irrgent eine Katze sondern eine schwarze, ausgesetzte aus dem Tierheim.

Ich ging ins Tierheim und was sah ich - warst das nicht DU in jungen Jahren der da so treuherzig auf mich zulief. Die gleiche Zeichnung auf dem schwarzen Fell, die selben grünen Augen! Nein das konnte nicht sein oder doch? Die gleichen Bewegungen die gleichen Gesten! Diese Katze mußte ich haben und tatsächlich war diese Katze ausgesetzt worden - woher nur könnest Du das wissen!

Der neue Bewohner würde von mir versorgt so wie ich Dich versorgt hatte. Doch du warst immernoch in meinen Gedanken. Dies mußt Du gemerkt haben den Du tauchstet wieder in meinen Träumen auf. Du wolltst das ich mir eine weitere Katze aus dem Heim hole. Diesmal eine weiß-schwarz-braun Katze, damit ich wieder lachen und Du Deine Ruhe finden kannst.

Ich ging also wieder ins Tierheim und wieder wie von Zauberhand gesteuert kam eine dreifarbige Katze die eben noch geschlafen hatte auf mich zu! Ich deutet dieses Zeichen und holte auch Diese aus dem Tierheim! Mein Glück war nun wieder perfeckt, doch wo wahrst Du!

Weg, einfach weg aus meinen Gedanken und meinen Träumen ohne einen Abschied. Du warst es doch der mir dieses Glück wiedergegen und mich wieder zu lachen gebracht hat! Doch so warst Du immer bescheiden! Ich hoffe Du hast ein schönes Leben da wo Du jetzt bist. Du magst aus meinen Gedanken verschwunden sein aber in meinen Herzen da werden ich Dich immer behalten.
(von René Weigel)

Wünsche einer Hundemutter
Im Hundekörbchen tummeln sich seit gestern - zwei Hundejungen mit ihren Schwestern.
Die Augen der Mutter sind verquollen, der Vater, er drückt sich und ist verschollen!

Die Hundemutti weiß - sie hat gesündigt; im Korb liegt der Preis.
Und ist auch nicht jedes gerade nach ihr - sie liebt ihre Babies alle hier.

Sie knubbeln und schnuckeln an Muttern herum, diese ist lieb, sie freut sich und drum
läßt sie den Kleinen so manchen Willen - und macht sich Gedanken im Stillen:

Eine gute Fee müßte vor mir stehen, nur von Hundemuttis wird sie gesehen!
Einen Sack voll Wünsche trägt sie bei sich. Oh, nur einen, Fee, hätt` ich an Dich:

Gib` meinen Kindern ein gutes Leben, lasse sie nehmen und vielmehr geben!
Mach` daß nie ein Mensch sie quält, laß` es ihnen gut gehen auf dieser Welt.

Ich sehe es vor mir, ganz genau, eines von ihnen kommt zu einer Frau,
die immer allein ist, von allen vergessen. Was ihr der Hund ist, kann keiner ermessen!

Da ist ein Kind, das niemals lacht, was hat man schon alles mit ihm gemacht!
Es wünscht sich ein Hündchen ach so sehr, sein Wunsch wird erfüllt - es gibt keine Tränen mehr!

Ein junger Mann, dem ging�s immer gut - dann nahm ein Unfall ihm jeden Mut.
Eines meiner Jungen gibt ihm sodann, was menschliches Mitleid nicht geben kann.

Und mein Kleinster, der letzte hier, mein Frauchen beschloß - der bleibt bei mir!
Ich hoffe, Du Fee, Du kannst mich noch leiden, oder war ich wirklich zu unbescheiden?

Meinen Wunsch nehm` ich trotzdem nicht zurück - Für Dich, für die Hunde, für alle viel Glück
(Verfasser unbekannt)

Jedes Tier
....hat sein Geschichte. Aber einige Geschichten sind schon grausam! Ich bin mit Tieren aufgewachsen und liebe Sie daher. Als ich meine erste eigene Wohnung bekam, wollte ich mir einen Hund anschaffen. Einen Staffordshire Terrier. Leider kam zu diesem Zeitpunkt die leidige Diskusion der "Kampfhunde" auf. Also gut dann eben einen Windhund! Ich informierte mich und hatte einen tollen Züchter gefunden.

Da hörte ich das im Nachbarort jemand einen Hund abgibt. Ich also hin um ihn mir mal anzuschauen! Er sah zum heulen aus. Verfilztes Fell, abgemagert, die kurze Kette um seinen Hals war schon teilweise eingewachsen! Der Besitzer hatte den Hund mit 8 Wochen bekommen und seit dem nur an der Kette gehalten. Nur war er bereits 2,5 Jahre!!! Ich war geschockt doch dann traf mich fast der Schlag! Zitat des "Hundeliebhabers": "Nimmst du den reutigen Köter mit oder soll ich das Vieh lieber abknallen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"

Nero so hieß er entsprach zwar nicht meinen Vorstellungen von einem perfekten Hund. Ich nahm ihn (und 1.000.000 Flöhe auch) trotzdem mit. So kam ich zu meinem ersten Hund. Meine Katze Willa habe ich beim Spzierengehen mit Nero am Straßenrand in einer Tüte gefunden, zusammen mit 3 Jungen. Sie wohnt jetzt natürlich auch bei mir. Die drei Jungen haben auch ein liebevolles zu Hause gefunden.

Als ich in eine große Wohung umzog, da ich mir einen zweiten Hund zulegen wollte. Bin ich diesmal ins Tierheim gefahren und habe gesagt das ich ein Hund wollte der es am dringensten Notwendig hat. So bin ich zu Macho gekommen. Einen Rottweiler-Staffordshire-Mix! Macho wurde mit 1 Jahr abgegeben weil die Frau nur niedliche Welpen mag und Macho doch recht groß ist. Er lebt seid 3 Wochen bei mir zusammen mit Nero und Sammy.

Nun drängten sich mir einige Fragen auf :
Was machen solche Leute wenn ihre Eltern älter werden und Pflege brauchen ?? Erschießen???
Was machen sie wenn ihre Kinder heimkommen und schwanger sind??? In einer Tüte an den Straßenrand schmeißen???
Was machen sie wenn ihre Kinder nicht mehr goldig sind und richtig Arbeit machen??? Ins Heim geben???
Ich wollte mir nur einmal diese Fragen von der Seele schreiben und zu Nachdenken anregen!!! Viele Grüße!
(Verfasser unbekannt)

Tierheim
Hinter einem Eisengitter - sitzt ein Hund, er weint so bitter
habt ihr mich denn ganz vergessen - ihr Menschen, die mich einst besessen?
Wo seit ihr hin, ich kann�s nicht fassen - ihr habt mich hier...allein gelassen?
Draußen kommt die finstre Nacht - habt ihr an meine Angst gedacht?
Kälte schleicht durch alle Ritzen - nirgendwo ein warmes Kissen.
Müde von dem langen Stehen - von dem Warten, von dem Sehen -
von dem Weinen, von dem Jammern - such ich in den kalten Kammern -
einen Platz um auszuruhn.

Um mich her sind andere Hunde - jeder ist für sich allein
ängstlich heulen sie an Wände - gegen harten, kalten Stein.
Blanker Stein auf dem ich liege - feucht von meinem Seelenschmerz.
Wo sind die Menschen, die ich liebe? Menschen...ohne Stein als Herz...
Lange konnte ich nicht glauben - dass ihr mich wirklich nicht mehr wollt!
Bin immer hin und her gelaufen, hab geknurrt, und hab gegrollt.
Tagelang hab ich gewartet - kein Futter hab ich angerührt
Wochen...sind darauß geworden...! - von Euch...kam niemand mehr zurück!

Lange hab ich überlegt - was hab ich Euch nur getan?
Sicher war es furchtbar schlimm - sonst hättet ihr das nicht getan!
Draußen vor dem Eisengitter - gehen viele, Tag für Tag
schauen oft zu mir herüber - aber keiner holt mich ab.
Manchmal kommen Kinder, die spielen auch mit mir
doch wenn dann der Abend kommt - gehn sie heim und ich bleib hier!
Traurig stehe ich am Gitter - wedle freundlich jedem zu -
wer mich anschaut...? kommt doch nicht wieder,
egal ob ich noch wedeln tu...

Lange Zeit ist schon vergangen... - ich fühle nicht mehr diesen Schmerz
irgendwo hab ich vergessen - wie er war, DER MENSCH MIT HERZ...!
(Gewidmet allen Hunden und Katzen, die jemals ein Tierheim von innen sahen, von Gisela Löbert)

Wie kann man nur...
... sich ein Haustier halten
... sich einen Tierfreund nennen
... seine Tiere bei einem Umzug einfach in Stich lassen
... seine Tiere "irgendwo finden" um Sie schnell im Tierheim loszuwerden
... ganz plötzlich nach Jahren gegen Haare seiner Tiere allergisch werden
... seine Tiere aussetzen und an Bäumen oder ähnlichen anbinden
... seine Tiere in Mülltonnen, Jauchgruben oder ähnlichen entsorgen
... seine Tiere mit Tischabfällen füttern
... seine Tiere verhungern lassen
... seine Tiere nicht impfen lassen
... seine Tiere nicht kastrieren lassen - wenn man keinen Nachwuchs will
... Tierkinder ermorden - nur weil man Sie nicht verkaufen kann
... Tiere möglichst billig aus dem Tierheim bekommen wollen um diese dann teuer zu verkaufen
... Tiere nur als Waren betrachten
... mit seinen Haustieren nicht spielen
... mit seinen Hunden nicht Gassi gehen
... seinen Tieren keine Liebe und Vertrauen schenken
... seine Tiere nicht artgerecht halten
... aus "Tierliebe" dutzende von Tieren in einer kleinen Wohnung halten
... seine Tiere allein zurücklassen wenn man umzieht
... seine Tiere im ihren Kot und Urin stehen lassen
... Tiere in Zwingern oder viel zu kleinen Verschlägen halte
... Tiere in Ketten legen
... Tiere schlägen
... Hunde "scharf machen" damit diese andere Hunde oder Menschen angreifen
... Tiere quälen
... Tier vergiften
... glauben das Tiere keine Gefühle haben
... den Schutz von Tieren als unnütz und blödsinnig bezeichnen
... andere Lebewesen als nutzlos bezeichen
... und sich dann noch als Mensch bezeichnen
(von René Weigel)

Weihnachtsgeschenk
Ein Bündel unterm Weihnachtsbaum,
ein Jaulen und Fiepen erfüllt den Raum,
vier Kinderaugen strahlen voll Glanz,
"das Hündchen dort, das heisst jetzt Hans"
So freudig mein Leben bei der Familie auch begann,
Hans im Glück war ich nicht - die Zeit verrann.
Schon bald lag ich nur in einer Ecke
und schlief auf einer kleinen Decke.
Keiner hatte mehr für mich Zeit
und keiner schenkte mir mehr Aufmerksamkeit.
So vergassen sie dann, mit mir Gassi zu gehen.
Ein Häufchen im Zimmer, sie fanden�s nicht schön,
es passierte noch öfter, sie schimpften mit mir,
was sollte ich machen, ich konnt nichts dafür.
Schliesslich schleppten sie mich aus dem Haus
und setzten mich in einen Waldstück aus.
An einem Baum wurd ich gefunden,
dort hatten Sie mich angebunden.
Nur zufällig wurde ich entdeckt,
sonst wäre ich gnadenlos verreckt!

Alle Menschen, die so handeln,
sollte man wirklich in Tiere verwandeln,
damit sie am eigenen Leibe spüren,
wozu unüberlegte Handlungen führen.
Wer sich fuer ein Tier entscheidet,
übernimmt Verantwortung dafür das es nie leidet.
Ich kam in ein Tierheim, hab Kollegen gesehen,
ausgesetzt-gefunden, es war wirklich nicht schön.
Viele verletzt, mit schlimmen Wunden,
sie waren tagelang draussen angebunden,
ehe man sie dann endlich fand,
beinahe erdrosselt vom kurzen Band.
(Verfasser unbekannt)

Rollentausch
Hund mit abgeschnittenen Ohren,
einmal wurd' ich nur geboren,
wollte Freund, Gefährte sein,
warum lässt du mich allein,
angebunden, blutend, kalt,
tief im dunklen Tannenwald?

Pferd mit aufgeschlitztem Leibe,
steh' verletzt ich auf der Weide,
wollte nutzen, wollte leben,
dir und anderen Freude geben.
So verlorst du dein Gesicht,
dein Gewissen sei Gericht
für all' meine Not und Pein.
Partner Mensch, ich sage NEIN!

Geschundenes Rind auf Viehtransport,
stehend bis zum fernsten Ort,
Leib an Leib, erschöpft, kein Heu,
gebrochene Beine, keine Streu,
nirgends eine Tier-Raststätte,
wenn ich doch nur Wasser hätte!
Wie kannst so unbeseelt du sein,
Partner Mensch, ich sage NEIN!

Und wir, geplagtes Federvieh,
in der Legebatterie,
nirgends Gras und Sonnenschein
und kein Platz fürs zweite Bein,
auch wir Tiere im Labor
stimmen ein in diesen Chor.
Wie unbarmherzig kannst du sein.
Partner Mensch, ich sage NEIN!

Ein Beutel Mietzekatzen
zwischen Hausmüll und Matratzen,
halb erstickt und tief verborgen,
wollte man uns so entsorgen.
Sind denn alle inhuman,
nimmt sich keiner unsrer an?
Hört uns niemand ängstlich schrein?
Partner Mensch, ich sage NEIN!

Eng ist es in dem Riesenraum,
stehen, gehen kann ich kaum,
bin noch klein und viel zu dick:
Ferkel in der Mastfabrik.
Zwar leb' ich ohnehin nicht lange,
jedoch ist mir ganz furchtbar bange
vor Viren und Elektrozange.
Millionen kleiner Ferkel schrein:
Partner Mensch, ich sage NEIN!

Versetze dich in unsere Lage,
diese Schmerzen, die Plage,
alles für Gewinn und Geld.
Gilt dieses nur auf eurer Welt?

Ob bei einem Tausch der Rollen
wir euch wirklich retten sollen?
Mensch, lass diesen Rat dir geben:
Übe Ehrfurcht vor dem Leben!
Du bist verloren, wenn wir schrein:
NEIN, NEIN, NEIN!!!
(Verfasser unbekannt)